Angebote / AK 96-Fans gegen Rassismus

Ein Schwerpunkt der sozialpädagogischen Arbeit des Fanprojektes ist die offene Auseinandersetzung mit rassistischen, fremdenfeindlichen, rechtsextremistischen und diskriminierenden Tendenzen im Fußballumfeld.
In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe mit allen am Fußball beteiligten relevanten Institutionen wird gemeinsam gegen rechte Tendenzen in der Fanszene vorgegangen. So werden Angebote gemacht, die zum Ziel haben, die demokratischen Kräfte in der Fanszene zu fördern und zu stärken.
Im Oktober 2004 entstand der Arbeitskreis "96-Fans gegen Rassismus". Dieses Projekt wird vom Fanprojekt begleitet und unterstützt. Wichtig ist dem Arbeitskreis vor allem, die Sensibilität aller Fans im Stadion zu stärken und aufzumuntern nicht wegzuhören, wenn diskriminierende Sprüche und/oder Gesänge zu hören sind.
Der Arbeitskreis entwickelt kontinuierlich Ideen zur Bekämpfung rechter Umtriebe im Fußballumfeld.

Fans gegen Rassismus

Stadtrundgang gegen das Vergessen - Kurzdarstellung

Der "Stadtrundgang gegen das Vergessen" wurde vom Arbeitskreis 96-Fans gegen Rassismus in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Hannover entwickelt und soll Interessierten einen Überblick über die (sport)historische Vergangenheit Hannovers während des Hitler Faschismus ermöglichen. Beginnend beim Mahnmal für die jüdischen Deportierten am Opernplatz, führt der Rundgang durch die Altstadt zu einer kleinen Gasse an der Kreuzkirche, dem Johann-Trollmann-Weg, wo ein kurzer Vortrag über das Leben des sinto-deutschen Boxers Johann "Rukeli" Trollmann erfolgt. In unmittelbarer Nähe findet sich der Ballhof, der während des Nationalsozialismus als Treffpunkt der Hitler Jugend genutzt wurde. Von dort aus geht es zum Mahnmal der jüdischen Synagoge bis hin zum Maschsee und zum Friedhof der sowjetischen Kriegsgefangenen am Nordufer. Dort wird sodann auch kurz auf die Notwendigkeit einer lebendigen Erinnerungskultur eingegangen und dargestellt, wieso es in der heutigen Zeit wichtig ist nicht zu Schweigen, wenn rassistische und fremdenfeindliche Äußerungen getätigt werden, sondern sich für Vielfalt einzusetzen.

Der Stadtrundgang wendet sich an alle Interessierte, die sich mit der historischen Vergangenheit Hannovers befassen möchten, und Interesse daran haben mehr über den Umgang mit jüdischen Sportlerinnen und Sportlern und allen anderen Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind, zu erfahren.

Stadtrundgang

Infoveranstaltungen

Der Arbeitskreis unterstützt die Organisation regelmäßiger Referate und Vorträge für die hannoversche Fanszene und Interessierte, um über rechte Tendenzen im Fußball zu informieren und hinzuweisen.

Antirassistische Fußballturniere

Seit 2005 ist der Arbeitskreis in die Durchführung des AntiRa-Cups eingebunden.

AntiRaCup

Konzerte

Unter dem Motto "Spaß gegen Stumpf" findet seit über 10 Jahren eine Konzertreihe im Rahmen der Saisoneröffnung statt, welche vom AK mitorganisiert wird.

T-Shirts und Schals gegen Rassismus

Die kontinuierliche Arbeit des Arbeitskreises und Choreographien gegen Rassismus finanzieren sich hauptsächlich durch den Verkauf von selbst produzierten Artikeln wie Schals und T-Shirts.

Bande

Fest installierte Bande im Stadion

Am 22.10.2005 wurde zum Spiel gegen Werder Bremen die bis dahin in einem Bundesligastadion einmalige Bande mit der Aussage "96-Fans gegen Rassismus" eingeweiht. In Zusammenarbeit mit Hannover 96 ist diese fest installierte Bande ein weiteres Resultat des Arbeitskreises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im Fußballumfeld.

Choreographie

Die Arbeit des AK 96-Fans gegen Rassismus lebt von dem Engagement und der Unterstützung aktiver Fußballfans. Eine kontinuierliche Arbeit ist nur durch aktive Mitglieder möglich. Aus diesem Grund freut sich der AK zu jeder Zeit über Interessierte, die Zeit, Ideen und / oder Energie in diesem wichtigen Bereich einbringen möchten. Über unsere regelmäßigen Treffen könnt ihr euch immer informieren. Ihr seid herzlich willkommen!

Facebook-Seite des AK Rassismus